Geiwitsch.de - die Homepage von A. P. Geiwitsch privat
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Meine kleine Gedächtnis-Ecke

Nachrufe verhallen. Das Internet ist ewig.

Deshalb der Versuch, mein Gedenken an einige liebe Freunde lebendig zu halten.

Hans Trummer (* 17. Mai1947 20. August 2007)

Ein Schriftsteller und lieber Freund.

Ein Missverständnis hat uns fast 25 Jahre nichts von einander wissen lassen..Ein Jahr vor seinem Tod sind wir uns wieder begegnet und hatten einige schöne Stunden in und nahe unserer Heimatstadt.

Wir verbrachten unsere Jugend gemeinsam, wollten einmal Sylvester in Venedig verbringen und waren später zusammen in Griechenland unterwegs.

 

Noch im Sommer 2006 erklärte er mir, dass alles was er besitzt, seine Kleidung, seine Schuhe seine Jacke auf Dauerhaftigkeit ausgelegt sei. Vergebens.
Hans starb an den Folgen eines Schlaganfalls

 

Einer der Nachrufe auf ihn titelte: der vorzeitige Tod eines Reisenden.

Mehr über <<Hans Trummer>> bei Wikipedia

 

hier noch einige  Bilder aus der unbeschwerten Zeit der Venedigepisode (1969).


Bruno Losbichler  * 1948, +17.10.2011.

 

Dipl.Ing., Dr., Informatiker, eine kurze Zeit lang Kollege bei BMW in Steyr, Lehrer an der HTL. Ein Mensch voll von Projekten und Plänen, die für mehr als ein Leben ausgereicht hätten. Ein liebenswerter Freund. Und in den nicht allzu häufigen Stunden unseres Zusammenseins haben wir immer ein paar gute  Gründe zum Lachen gefunden. 

Manfred G. Dinnes (* 2. Oktober 1950  † 23. August 2012 )

Ein vielseitiger Künstler, Maler Skulpturenbauer und Vieles mehr.

Seiner Einladung verdanke ich die Gelegenheit, im "Kunsthof" Weichmann in Regensburg 1995 mit ihm gemeinsam eine Austellung gestalten zu können.

Er hat mich immer wieder ermuntert, wieder künstlerisch tätig zu sein. Aber wie das Leben halt so geht...

Manfred war ein friedfertiger, gebildeter, neugieriger, wissbegieriger Mensch.

Zwei Mal waren wir mit Freunden in der Mönchsrepublik Athos, einmal mit Klaus Rolinski und Reiner Thiele auf dem Gipfel des Berges.

 

Manfred hat sich in seinem Garten an einem Nachmittag das Leben genommen. Drei Tage später ist ihm seine Frau Karin gefolgt.

 

Am Tag nach seinem Tod (ich war gerade im Krankenhaus), hat Karin Dinnes mich auf dem Handy angerufen. Sie legt jetzt zum letzten Mal für Manfred und mich das Cello-Konzert auf. Sie ist sicher, dass wir es hören können. Das war das Letzte das ich von ihr gehört habe.

 

Mehr zu <<Manfred Dinnes>> in Wikipedia

 

 

 

Prof. Karl Mostböck

(* 12. April 1921 in Grein; † 19. Oktober 2013 in Steyr)

 

Am 19. Oktober 2013 ist Prof. Karl Mostböck aus der Zeit gegangen.

Wir waren über mehr als 30 Jahre in einer eigenwilligen Freundschaft verbunden.

Ich habe von ihm gelernt, wie der Bleistift zu halten ist, wie das Papier zu grundieren ist und auf was beim Aktzeichnen besonders zu achten ist.

Ich bin immer noch überzeugt, dass er extra für mich einen Aktzeichenkurs in Steyr, mit einem Model aus Linz organisiert hat, um meinem Strich etwas mehr Disziplin beizubringen. Ich bin ihm dafür seit damals dankbar.

Wir haben gemeinsam einige Kunstreisen gemacht und einige sehr interessante Begegnungen erlebt, u.a. mit  Prof Robert Jungk in Kronstorf. Vielleicht schreibe ich einmal eine Geschichte darüber.

Er hat mir bei meiner ersten Ausstellung in Steyr geholfen aber auch mit Kritik nicht gespart. Seinen Brief dazu habe ich natürlich noch immer bei meinen Dokumenten.

Auch lange nachdem ich ins Ausland gezogen bin, habe ich mir von ihm noch den einen oder anderen wertvollen Rat holen können und noch mehr: In sehr großzügiger Art hat er mir oft Bilder aus seiner Feder oder seinem Pinsel geschenkt, damit ich davon weiter lernen könne.

Mit Erstaunen stelle ich fest, dass ich ihn kein einziges Mal fotografiert habe. Auf Bilder aus Zeitungen möchte ich lieber verzichten. In meiner Erinnerung sehe ich ihn ohnehin genauer als auf jedem Foto.

In Steyr wurde  nach seinem Tod ein Verein zur Pflege  und Bewahrung seines Erbes gegründet. Sobald ich dazu mehr weiß, werde ich es hier einfügen.

http://www.meinbezirk.at/steyr/kultur/ein-verein-zu-ehren-karl-mostboecks-d1032386.html

Raimund Brand ( 1941 - 2015)

 

Ende Oktober hat uns Raimund Brand ganz überraschend verlassen.

Er, der immer so auf seine Gesundheit geachtet hat, ist auf dem Rückweg von einer Wanderung auf  der "Hohen Dirn" im Ennstal, ohne Vorankündigung ohne Vorzeichen aus dem Leben verschwunden.

Mit Raimund hat mich eine mehr als 40 -jährige Freundschaft verbunden. Ein unglaublicher Gleichklang von Meinung und Weltsicht, der mehr als 10 Jahre ohne das "Du" funktioniert hat, durch das letztlich doch vereinbarte "Du" aber gar nicht mehr vertieft werden konnte.

Seit ich in Bayern lebe, sind die Zusammentreffen seltener geworden.

Aber wenn es denn geklappt hat, mit einem Treffen, ( das meist unser Freund Bertl Milz beim KIWIHAIHO organsisert hat), dann war es nach wenigen Augenblicken so wie früher. Und so soll er mir auch in Erinnerung bleiben.

 

 

 

Reiner Thiele 1943 - 2018

 

Im Mai 2018 hat uns Reiner Thiele verlassen. Er ist einfach am Morgen aus seinem Schlaf nicht mehr aufgewacht.

Mit ihm verband mich über viele Jahre eine Freundschaft die sich vielfältig um Musik, Kunst, Reisen, Geschichte und auch Sport gesponnen hatte.

Wir hatten einen sehr ähnlichen Geschmack beim Jazz, waren oft gemeinsam bei Konzerten, hatten ähnliche Ansichten bei der Kunst und über Reisen. In der klassischen Musik ist ihm Oper und Lied immer fremd geblieben. Die menschliche Stimme, so sagte er einmal, sei ihm ein Gräuel. Mag sein, dass dieses Gefühl seinem schwer beeinträchtigten Gehör geschuldet war.

Ihm verdanke ich meinen späten, zaghaften Einstieg in den Schilanglauf. Mit großer Geduld verbesserte er meine Bewegung, meine Stockeinsätze und ohne seine Initiativen, mich zu verschiedenen Loipen im Bayerischen Wald mitzunehmen, wäre mein Impetus für diesen Sport sehr bald wieder kollabiert.

 

Reiner war Zahnarzt, ohne Freude an seinem Beruf. Daraus hat er auch nie ein Hehl gemacht. Viel lieber wäre er Historiker gewesen. Welches umfangreiche Wissen zur Geschichte er sich erworben hatte, habe ich erst beim Durchschauen seiner Bibliothek nach seinem Tod ermessen können. Und er diente seiner Liebe nicht nur durch Lesen sondern indem er selber viel Zeit für eigene Arbeiten zur Geschichte aufbrachte. Aus diesen Arbeiten ist vieles nur Fragment geblieben. Einiges aber durchaus druckreif und auch wert, veröffentlicht zu werden.

 

Seine Witwe Trudi hatte mich gebeten, eine Rede über ihn an seinem Urnengrab zu halten. Es ist mir sehr schwergefallen. Aber der Versuch einem Freund nach seinem Tod noch so nahe zu kommen, hat, glaube ich, auch mich irgendwie verändert.

Aktuelles

Beim Versuch die verlassene Hülle einer Zikade in Griechenland makroskopisch zu untersuchen, habe ich einen teuflischen Bewohner dieser Hülle gestört. Man sieht seine Empörung....

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© Alois P. Geiwitsch